Kanzlei BNM

Kanzlei BNM

Montag, 21 Juli 2014 00:00

Aufgabe des subjektiven Fehlerbegriffs

Aufgabe des subjektiven Fehlerbegriffs bei rechtlichen Bilanzierungsfragen
BFH v. 31.1.2013, GrS 1/10, BStBl II 2013, 317

Das Finanzamt darf von den Ansätzen einer eingereichten Steuerbilanz dann abweichen, wenn diese falsch ist das ist immer dann der Fall, wenn die Steuerbilanzwerte nicht den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung (GOB) entsprechen oder sie zwingenden Bilanzierungsvorschriften des ESTG (§ 4 Abs. 2 S. 1 EStG) nicht entsprechen.

Bisher war die „Fehlerhaftigkeit“ bei Erstellung der Bilanz ein subjektiver Fehlerbegriff. Sofern der Bilanzansatz den Kenntnissen eines sorgfältigen Kaufmanns am Bilanzstichtag entsprach, war der Ansatz nicht falsch, auch wenn objektiv ein anderer Ansatz richtig gewesen wäre. Später hat der BFH den subjektiven Fehlerbegriff auch auf die Beurteilung von Rechtsfragen übertragen. War die Rechtsprechung bei Bilanzerstellung unklar, weil noch keine Rechtsprechung zu der Bilanzierungsfrage vorlag, , so war der vom Kaufmann gewählte Ansatz (unter der Prämisse wie vorstehend beschrieben) richtig.

Durch eine Änderung der Rechtsprechung hat der BFH den subjektiven Fehlerbegriff aufgegeben, soweit die rechtliche Beurteilung von Bilanzansätzen betroffen ist. Das FA ist nunmehr an einen objektiv falschen Bilanzansatz nicht mehr gebunden.

Anerkennung inkongruenter Gewinnausschüttungen

Unter bestimmten Voraussetzungen sind auch im Steuerrecht inkongruente Gewinnausschüttungen zulässig – auch ohne ausdrückliche Satzungsbestimmung

Die Gewinnverteilung bei Kapitalgesellschaften erfolgt grundsätzlich analog zur kapitalmäßigen Beteiligung der Gesellschafter.  Werden inkongruente (abweichende Gewinnverteilungen von den Anteilsverhältnissen) Gewinnausschüttungen vereinbart, ist dieses nach Gesellschaftsrecht grundsätzlich zulässig. Grundlage hierzu ist i.d.R. eine entsprechende Bestimmung in Gesellschaftsvertrag oder Satzung, es kann aber auch einfach ein satzungsdurchbrechender Beschluss gefasst werden.

Steuerlich sind die Anforderungen an inkongruente Gewinnausschüttungen noch unklar. In einem BMF-Schreiben vom 17.12.2012 hat die Finanzverwaltung die Anforderungen An die steuerliche Anerkennung inkongruenter Gewinnausschüttungen gesenkt. Die Rechtfertigung inkongruenter Ausschüttungen auf Grundlage satzungsdurchbrechender Beschlüsse ist jedoch noch nicht steuerliches Allgemeingut.
 
Für die steuerliche Anerkennung ist eine zivilrechtlich wirksame Gewinnverteilungsabrede. Voraussetzung soll entweder die Vereinbarung eines abweichenden Gewinnverteilungsschlüssels in der Satzung oder eine wirksame Öffnungsklausel sein, auf deren Grundlage die Gesellschafter einstimmig oder mit Zustimmung des beeinträchtigten Gesellschafters alljährlich über eine abweichende Gewinnverteilung beschließen zu können. Es empfiehlt sich – sofern inkongruente Gewinnausschüttungen geplant sind – die entsprechenden Voraussetzungen in der Satzung zu schaffen, um kein unnötiges steuerliches Risiko einzugehen.

Montag, 21 Juli 2014 00:00

Rechnungslegungsvorschriften ab 2016

Neue Rechnungslegungsvorschriften ab 2016

Die geplanten Änderungen beruhen auf einer Anpassung an die EU-Bilanzrichtlinie

Die 4. Und 7. EG-Richtlinie waren bisher – seit rd. 30 Jahren – Grundlage der handelsrechtlichen Bilanzierung. Im Juni 2013 wurde neue EU-Rechnungsrichtlinie (Richtlinie 2013/24/EU vom 26.6.2013) veröffentlicht, welche den Inhalt beider
Richtlinien zusammenführt und damit eine einheitliche Rechnungslegungsgrundlage in der EU bildet. Ziel der neuen Richtlinie Ist vor allem eine Harmonisierung der nationalen Rechnungslegungssysteme und damit eine verbesserte grenzüberschreitende Vergleichbarkeit von Jahresabschlüssen.

Die Anpassung im HBG wird verbindlich sein für Geschäftsjahre ab dem 01.01.2016.

Es ist eine Erhöhung der Schwellenwerte für die Klassifizierung der Unternehmen als klein, mittelgroß oder groß zu erwarten.

Die EU-RL sieht die verpflichtende Einführung des Grundsatzes substance over form vor. Hierbei handelt es sich um eine wirtschaftliche Betrachtungsweise der in Bilanz und G+V dargestellten Geschäftsvorfälle. Grundsätzlich ist dieser EU-Grundsatz vergleichbar mit dem deutschen Grundsatz der wirtschaftlichen Betrachtungsweise, allerdings verknüpft das deutsche Handelsrecht derzeit bei der Frage der Zurechnung von Vermögensgegenständen eine rechtliche und wirtschaftliche Sichtweise.

Neu wird die Einführung eines generellen Grundsatzes der Wesentlichkeit sein. Dieser neue Grundsatz betrifft sowohl Ansatz, Bewertung als auch den Ausweis im Jahresabschluss.

Die Bewertung der Posten im Jahresabschluss erfolgt weiterhin nach dem Anschaffungskostenprinzip. Allerdings erlaubt die EU-RL eine Bewertung des Anlagevermögen auf Neubewertungsbasis und eine Bewertung von Finanzinstrumenten und anderen Vermögensgegenständen zum beizulegenden Zeitwert.

Die EU-RL enthält zwei alternative Gliederungsformate für die Bilanz (horizontal und vertikal). Das HGB entspricht i.W. den EU-Vorgaben. In der G+V wird die Unterscheidung zwischen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit und dem a.o.Ergebnis aufgegeben. A.O. Posten sind künftig nur noch im Anhang zu erläutern.

Die Bewertung entspricht i.W. der jetzigen handelsrechtlichen Bewertung. Eine Neuerung ergibt sich bei der Bewertung des Geschäft- oder Firmenwertes und Aktivierten Entwicklungskosten. In Fällen, in denen die Nutzungsdauer nicht verlässlich geschätzt werden kann, sind diese Werte innerhalb eines höchstzulässigen Zeitraums zwischen 5 und 10 Jahren abzuschreiben. Die Bewertung von Rückstellungen soll nicht mehr in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages, sondern es soll
auf den besten Schätzweg der Aufwendungen, die wahrscheinlich eintreten werden, abgestellt werden.

Es wird außerdem eine Ausweitung der Anhang-Angaben geben. Zum Lagebericht sind keine wesentlichen Änderungen zu erwarten. Auch für Prüfung und Offenlegung wird es keine wesentlichen Änderungen geben.

Dienstag, 01 Mai 2012 07:43

Karriere bei uns

In unserer Partnerschaftsgesellschaft mbB sind neue Mitarbeiter stets gesucht und willkommen. Bitte bewerben Sie sich, wenn Sie in einem gut ausgebildetem, serviceorientiertem und leistungsstarkem Team Ihre Fähigkeiten einbringen möchten.

Wir suchen: Diplom-Kaufleute, Betriebswirte, auch Studenten, Bilanzbuchhalter, Steuerfachassistenten und Steuerfachwirte – männlich/ weiblich. Gute Englisch-, Französisch- oder Spanisch - kenntnisse sind von Vorteil, aber keine Voraussetzung. Berufliche Fortbildungen werden von uns begrüßt und unterstützt, da wir die ganze Palette der berufsüblichen Arbeiten anbieten, können theoretische Ausbildung und praktische Tätigkeit genau aufeinander abgestimmt werden.

Wenn Sie Interesse an einer spannenden und neuen Herausforderung haben, freuen wir uns jederzeit über die Zusendung Ihrer Bewerbungsunterlagen an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Informationen rund um unsere Kanzlei finden Sie auf unserer Homepage (www.bnm-hamburg.de) und auf Facebook

Sonntag, 15 Dezember 2013 15:50

Cooperationen

Junko Iwamoto

 

 

Virgina Schaarn

Mittwoch, 14 November 2012 07:48

Synergien

Wirtschafts-Synergien - Geschäftskooperationen - Businessnetzwerk

Was sind Wirtschaft-Synergieeffekte?
Vereinfacht könnte man sagen, es sind positive Wirkungen, die sich aus der Zusammenarbeit oder dem Zusammenschluss zweier oder mehrerer Betriebe, Organisationen oder Unternehmen, ergeben. Der Synergie-Effekt steht für die Vorstellung, dass ein Ganzes oder Gemeinsames durch sein Zusammenwirken mehr wert wird als die Summe der getrennt bleibenden Teile (Synergie, griech. = Zusammenwirken).

Was haben wir damit zu tun? Warum betrifft dieses Thema Sie?
Als qualifiziertes Team aus Steuerberatern, Wirtschaftsprüfern, Betriebswirten und praxisorientierten Facharbeitern, verfügen wir über ein umfassendes betriebswirtschaftliches Wissen und langjährige Erfahrungen in allen Bereichen des betrieblichen Rechnungs- und Steuerwesens. Wir betreuen seit vielen Jahren Mandanten aus allen wirtschaftlichen Bereichen.  Oft sehen wir als externer Dienstleister Chancen und Potentiale, derer sich unsere Mandanten nicht bewusst sind, oder die aus Ihrer Perspektive nicht gesehen werden können. Genau an dieser Stelle setzt unsere Dienstleistung an.

Wie?
Unter Beachtung unserer strengen berufständischen Vorgabe zur äußersten Diskretion in allen Mandanten-Angelegenheiten, treten wir als Mittler zwischen sogenannten „Synergie-Unternehmen“ auf. Wir sehen Wachstumspotentiale einzelner Unternehmen und können diese unter Berücksichtigung  aller betriebswirtschaftlichen Fragestellungen in unserem Netzwerk mit anderen Unternehmen zusammenführen.

Ein Beispiel
In Ihrem Unternehmen haben Sie gute Lieferantenpreise ausgehandelt. Alles spricht für eine vernünftige Business Marge  Es fehlt Ihnen jedoch an einem ausgereiften, gewachsenen Absatzmarkt, da sich Ihr Unternehmen noch im Aufbau befindet. Gute Einkaufspreise und ein mäßiger Absatz führen zu einem ebenso mäßigen Gewinn. Das Synergie-Unternehmen zwei, ist schon sehr lange auf dem Markt, hat nicht die Größe, um gute Einkaufspreise zu erzielen, hat aber einen Warenumschlag der Ihren weit übertrifft.

Unsere Leistung
Hier kommen wir als Dienstleister dazu, wir kennen die Betriebszahlen, Schwachstellen und wirtschaftlichen Probleme beider Unternehmer. Wir helfen die Schwachstellen des einen, durch die Stärken des anderen zu kompensieren. Ob sich an dieser Stelle eine Fusionierung, eine Kooperation und nur ein gemeinsames Projekt entwickelt, immer gibt es in dieser Situation einen Bedarf an einer neutralen und fachlich kompetenten Vermittlung und Beratungsleistung. Sei es bei der Betrachtung steuerlicher Belange, wirtschaftlicher Auswertungen oder die professionelle Beratung - wir stehen Ihnen bei diesem Prozess begleitend zur Seite.

Das Fazit
Wir prüfen ein einem persönlichen Gespräch die vorhanden Synergie Potentiale. Zusammen entwickeln wir einen zukünftigen Strategie Plan und unterstützen Sie bei dessen Realisierung. Während eines vordefinierten Zeitraums, begleiten wir Sie mit unseren Betriebswirtschaftlichen Dienstleistungen Honorarfrei. Gemessen an dem gemeinsamen Erfolg, partizipieren wir durch eine Rohertragsprovision. Um Ihr unternehmerisches Risiko weiter zu minimieren, richten wir eine sogenannte Nulllinie ein, die Ihnen die Deckung Ihrer Fixkosten sichert.

Wir freuen uns darauf, Ihnen in einem persönlichen Beratungsgespräch, die Konzeption dieses Modells im Detail vorstellen zu dürfen.

Dienstag, 13 November 2012 12:35

Das BNM Team

Wir sind uns bewusst, dass der Erfolg unserer Mandanten von der Kompetenz und der Erfahrung unseres Teams abhängt. Nur so können wir Sie als Kunde optimal betreuen und Ergebnisse in hoher Qualität liefern. Dieser Seite können Sie entnehmen, welcher unserer Mitarbeiter, für welche Bereiche Ihr Ansprechpartner ist. Nutzen Sie die individuellen Kontaktdaten, um Ihre persönlichen Ansprechpartner direkt und ohne Umwege zu erreichen.

Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, sprechen Sie uns bitte an. Unser größter Wunsch ist, dass wir Sie mit unseren Leistungen optimal zufrieden stellen können.

 

Sonntag, 15 Juli 2012 18:36

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Dienstag, 01 Mai 2012 07:28

Partner

BeckmannDr. Klaus Beckmann

Als Wirtschaftsprüfer und Steuerberater verfüge ich durch langjährige Tätigkeit über ein fachübergreifendes, internationales Netzwerk von Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern. Im Bereich Umwandlungen und Unternehmens-bewertungen habe ich spezielle Expertisen, sofern Sie hier Beratungsbedarf haben, sprechen Sie mich gerne an.

 

 

NordmannSilvia Nordmann

Mein persönliches "Steckenpferd" ist das Rechnungswesen, insbesondere die Organisation von Buchhaltungen, die Erstellung und Prüfung von Jahres-/ Konzernabschlüssen sowie die Umsetzung kreativer neuer Geschäftsideen im Jahresabschluss. Durch meine Ausbildung als Bilanzbuchhalterin, Steuerfachassistentin, Steuerberaterin und Wirtschaftsprüferin habe ich mir ein umfangreiches Wissen im Rechnungswesen erarbeitet.

 

 

MeyerDipl.Kfm. Ingmar Meyer

Einer meiner beruflichen Schwerpunkte ist die Beratung von Stiftungen, sowie die steuerliche und betriebswirtschaftliche Beratung. Ins-besondere in Kombination eröffnen beide Beratungsansätze viele interessante Gestaltungs-möglichkeiten, beispielsweise im Controlling von Wertpapier- oder Immobilienvermögen. Gerne übernehme ich auch Nachfolgeberatungen, um betriebliches und Privatvermögen steueroptimal auf die nächste Generation zu übertragen.

 

Dienstag, 01 Mai 2012 07:21

Japan Service

Zur Situation
Deutschland und Japan haben viele Gemeinsamkeiten. Beide Länder sind sozial-marktwirtschaftlich ausgerichtete Exportnationen und maßgeblich durch mittelständische Familienunternehmen geprägt. In Japan gibt es nationale und lokale Steuern. In Deutschland gibt es im Wesentlichen nationale Steuern und sehr wenige lokale Steuern. Eine der lokalen Steuern in Deutschland, ist die Gewerbesteuer welche direkt von den Gemeinden erhoben wird.

Die deutsche Umsatzsteuer ist ähnlich der japanischen Umsatzsteuer als sogenannte „Allphasen-Nettoumsatzsteuer“ ausgestaltet, die als Bruttosteuer mit Vorsteuerabzug erhoben wird. Der Umsatzsteuersatz beträgt, abweichend zu Japan mit nur 5%, in Deutschland 19 %, außerdem gibt es einen ermäßigten Steuersatz von 7 %. Anders als in Japan, mit bis zu 2,1%, gibt es in Deutschland die Vermögenssteuer als Steuer für Privatpersonen nicht.

Unsere Leistung
Es ist uns eine Ehre, unsere Leistungen und unser Wissen unseren japanischen Mandanten, seien es Unternehmen oder Privatpersonen, anzubieten. Wir können Ihnen eine umfassende Betreuung im Bereich der Wirtschaftsprüfung der Erstellung der Finanz- und Lohnbuchhaltung, Jahresabschlüssen und Steuererklärungen zusichern.

Unterstützung von Kooperationen
Weiterhin sind wir Ihnen auch sehr gerne bei der  Anbahnung von Kooperationen behilflich. Vielleicht ist es für Sie interessant,  mit einem deutschen Unternehmen eine Zusammenarbeit zu aufzunehmen.  Mit unserer Fachkompetenz stehen wir Ihnen zur Beurteilung der Kooperationsidee, dem Ansprechen des deutschen Partners und dem Herausarbeiten von Synergieeffekten, welche sich für beide Unternehmen ergeben, zur Verfügung.
Neben dem festen Team der Partnerschaftsgesellschaft mbB Dr. Beckmann Nordmann Meyer, steht Ihnen Frau  Iwanka Iwamoto als japanische Muttersprachlerin zur Verfügung. Auf Wunsch nimmt Frau Iwamoto an Meetings teil, um sicherzustellen, dass eine umfassende steuerliche Beratung in einer für Sie angenehmen Atmosphäre erfolgen kann.

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